Tipps zur Leseförderung - Teil 1

Lesen ist Fernsehen im Kopf - nur leider können sehr viele Kinder kein “Kopffernsehen” machen, da sie durch den eigenen Fernsehkonsum “zu faul” dazu werden. Die Gehirnzellen sind nicht mehr in der Lage sich Dinge vorzustellen, die man nicht in Wirklichkeit sieht.

“Lesen ist öde und Fernsehen überhaupt viel cooler”. Kinder sind immer weniger für die gedruckte Form der Unterhaltung zu begeistern. Trickfilme und Kindersendungen sind passive Berieselungen die keinerlei Anforderung an den Konsumenten stellen. Die einzige Anstrengung ist das Drücken des Powerknopfes.

Auf ins Leseland - Lesefit fürs Leben

Kinder wollen, dass ihnen vorgelesen wird. Heute ebenso wie vor hundert Jahren.

Warum ist Vorlesen für Ihr Kind so wichtig?

Hier können Kinder auch schwierige Fragen stellen und ungewohnte Gefühle bewältigen. Etwas das beim Fernsehen meist nicht geht, es sei denn, Mama oder Papa sitzen daneben und schauen mit. Eine Sache, die vor allem für Kindergarten noch sehr wichtig wäre.

Durch Vorlesen vermitteln Sie Ihren Kindern menschliche Erfahrungen und Wissen. Realität und Fantasie ergänzen sich für Kinde rzu einem Stück Lebenserfahrung.

Mit Vorlesen helfen Sie Ihrem Kind bei seiner Sprachentwicklung. Denn der wesentliche Teil des Spracherwerbs ist nach den ersten fünf Lesebensjahren abgeschlossen.

Mit Vorlesen machen Sie Ihr Kind lesefit! Untersuchungen zeigen, dass Kinder, denen viel vorgelesen wurde, sich später mit Lesen leichter tun.

Und das wichtigste: Vorlesen macht Spaß!

Es schenkt Erwachsenen und Kindern ein anregendes gemeinsames Erlebnis!

Quellen: Prof. Dr. Joest Martinius - Klinik der Universität München

Bibliothek Traun

Hoppsala

2 Kommentare zu "Tipps zur Leseförderung - Teil 1" »

Kommentare

  1. Kommentar von Veronika Koppensteiner-Etlinger | 01.03.2007 at 13:14:56

    Hallo Birgit,
    dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Ich lese Jan-Sebastian (5 1/2) regelmäßig aus Büchern vor, die wir gemeinsam in der Bücherei aussuchen. Die Themen gehen quer durch, von eigentlichen Kinderbüchern wie “Der kleine Rabe Socke”, “Die Zahnputzfee”, usw. über Wissensbücher bis hin zu Büchern, die eigentlich schon zum Selberlesen gedacht sind.
    Ich glaube auf jeden Fall, dass damit die Sprachentwicklung wesentlich gefördert wird, denn die Comic - tschin - bumm - krach-Sprache von Fernsehen und Playstation kann ja nicht unbedingt als Maßstab angesehen werden.
    Ich selber habe als Kind wahnsinnig gern gelesen (alles was der Bücherschrank meiner Eltern hergegeben hat ;-) ), und ich hatte in der Schule nie irgendwelche Probleme, in keinem Fach. Ich führe das jetzt nicht unbedingt nur auf das Lesen zurück, aber es hat sicherlich einen wesentlichen Beitrag geleistet.

    Das abendliche Vorlesen hilft meiner Meinung nach meinem lebhaften Sohn auch, “runterzukommen” und einen ruhigen Schlaf zu finden. Bis kurz vor dem Einschlafen aufregende Fernsehsendungen anzuschauen kann nicht gut sein - ich merks ja an mir selber, wenn ich zB am Sonntag “Tatort” schaue und dann gleich schlafen möchte - funktioniert nicht!

    Also, ich plädiere für’s Vorlesen bei Kindern, weils für manche Eltern (ja - auch die Väter sind gefordert!) vielleicht ohnehin die einzige Zeit ist, die sie bewusst mit ihren Sprösslingen verbringen.

    Veronika Koppensteiner-Etlinger

  2. Kommentar von Birgit | 04.03.2007 at 23:18:33

    Hallo Veronika,
    hast ja recht - die Väter gehören auf alle Fälle auch in die Kinderzimmer. Alexander besteht ja auf doppelte Gute Nacht Geschichten. :)
    Liebe Grüße
    Birgit


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