Warum Spielen?

Schiller hat einst gemeint: Nur dort, wo der Mensch spielt, ist er Mensch.
mmmmh….stimmt das oder nicht?

Was ist SPIELEN für Sie? Zeitvertreib? Nutzloses Geplänkel? Spaß? Oder doch was zum Lernen?

KInder spielen ununterbrochen, und es ist enorm wichtig für die Entwicklung unserer Kleinen. Im Spiel werden Verhaltensmuster, soziales Denken und soziale Kompetenz trainiert. Und Kinder lernen aus dem Spiel zu jedem Zeitpunkt. Denken wir nur an die berühmten “Vater-Mutter-Kind”-Spiele. Betrachten Sie Kinder bei diesem Spiel und Sie werden beobachten, dass hier tatsächlich das Verhalten von Erwachsenen nachgestellt und somit eintrainiert wird. Seien Sie also vorsichtig beim Ausleben ihrer täglichen Partnerschaft, denn die Augen der Kinder sind überall.

Im Lauf der Zeit, so ab der 3. Klasse Volksschule, verliert das Kind den unbedingten Spieldrang. Wir Erwachsenen sind daran schuld, denn ab sofort hat es ja jede Menge für das Leben zu lernen und kann langsam anfangen, nicht mehr so kindisch zu sein.

Und dieser Spieltrieb geht im Laufe der Jahre immer weiter zurück. Versuchen Sie eine Gruppe Jugendliche einmal zu einem Brettspiel oder einem Gruppenspiel zu animieren. Sie werden ihr blaues Wunder erleben, den Spielen ist sowas von uncool, dass danach nur mehr Unterwäsche-Kaufen mit Muttern nachfolgt.

Doch gerade in einer Zeit wie der unseren wäre es wichtig, auch Jugendliche zum Spielen zu bewegen. Unsere Teenager strotzen vor Aggressionen und diversen anderen negativen Einflüssen, sie werden durch Medien und Konsumzwang beherrscht. Ein freundschaftliches Miteinander ist meistens nur in der Clique wirklich und ungezwungen möglich.

Und genau da kann man ansetzen mittels gezielt ausgewählten Spielen, soziale Kompetenz, Kommunikation und Konfliktstrategien zu trainieren. Wissen kann erworben werden, ohne es zu merken, und nur erprobtes und trainiertes Wissen bleibt jederzeit abrufbar in unseren Köpfen.

Darum liebe Leser, animieren Sie ihre Kinder zum Spielen, bieten Sie Raum und Zeit für diese Tätigkeit. Suchen Sie geeignete Jugendgruppen und stecken Sie ihre Kids nur bedingt in diverse Jugendzentren. Geben Sie Alternativen vor, lassen Sie Kinder und Jugendliche in der geschützten Atmosphäre des Spiels, in einer Atmosphäre, in der Fehler keine Konsequenzen und Auswirkungen auf das reale Leben haben, die Möglichkeit das Leben spielerisch zu begreifen.

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